Was reisen mit dem Hyppocampus zu tun hat

Reisen ist ja immer ein Abenteuer, aber in Zeiten von Corona wird eine Reise zur Expedition. Unser Basislager wäre demnach in Mexiko Stadt und der Gipfel wäre dann Roccella Jonica in Kalabrien. Nachdem wir unseren Rückflug aus Kostengründen mit TAP von New York via Lissabon nach Rom unbedingt nutzen wollten war die erste Herausforderung New York zu erreichen. Flüge ab Mexiko Stadt gab es zwar, aber ausserhalb unseres Budgets. Also blieb uns nichts anderes übrig als mit einem günstigen Flug via Cancun und Florida nach New York zu fliegen. Beim Zwischenstop in Florida, sämtliche Restaurants im Flughafen waren zu, kam dann noch die SMS, dass unser Flug nach Europa gecancelt sei. Hungrig und schlecht gelaunt ging es also nach New York und im Geiste haben wir schon die nächsten Wochen in Amerika geplant. Nach unserer Ankunft um 01.00 Uhr früh in New York kam dann ein erneutes SMS, dass der Flug nun doch stattfinde, aber um zwei Stunden verschoben werde. So wurden aus unseren 24 Stunden in New York 26 und die haben wir genossen. So leer werden wir New York wohl nie mehr sehen. Am Check in dann der nächste Schock. Sämtliche Exilportugiesen mit Amerikanischem Pass wurden nicht eingecheckt, die Polizei stand bereit um die tobende Meute, welche um ihren hart verdienten Sommerurlaub in der Heimat gebracht wurden, weg zu begleiten. Nach einem kurzen Flug im neuen NEO (ja der ist wirklich super leise) dann die nächsten Hürde in Lissabon. Sämtliche Personen im Flieger mussten sich einem Coronatest unterziehen. Die knapp drei Stunden in der Schlange (natürlich waren wir mal wieder die letzten) haben wir dann auch noch überlebt. Und der Anschlussflug war weg... Wenig später habe ich gelernt, dass meine Nase zwar relativ gross ist, der Abstrich, gefühlt irgendwo zwischen Hyppocampus und Cortex aber doch so ziemlich das unangenehmste der Reise war. Nun gut, die Resultate, angeblich per Mail in den nächsten 48 Stunden zugestellt sind bis heute nicht angekommen. Aber das passt symptomatisch zur Maskenpflicht im Flieger, ausser es gibt essen. Da schmatzen dann genüsslich 250 Personen während einer Stunde ohne Maske. 

Irgendwie haben wir Rom dann mit dem nächsten Flieger doch noch erreicht. Um weitere zwei Tage später unseren Gipfel in Süditalien erreicht zu haben. Aber auch das nur über Umwege. Also wenn man am richtigen Ort aussteigen würde natürlich nicht, aber wer macht das schon auf einer richtigen Expedition.

Ach ja, unser Boot. Das schwimmt und sah besser als erwartet aus. Aber dazu mehr beim nächsten Mal.

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